Sonntag, 21. Dezember 2008

Willkommen Doelo!


Heute haben wir Zuwachs bekommen: Doelo, ein PRE-Fohlen, geb. 14.04.2008. Der kleine Kerl ist recht stramm und kommt von einer befreundeten PRE-Zucht, bei der die Fohlen herrlich aufwachsen: mit ihren Müttern auf der Weide! Doelo hat sich lieb verladen lassen und während der Fahrt sah man hin und wieder das kleine Köpfchen aus dem Hänger herausschaun. Auf der Hacienda angekommen wurde er lautstark von den anderen Pferden begrüsst und durfte gleich mit seinem neuen Freund, dem Pony Paledo, auf die Koppel. Alles war so interessant: neue Kollegen, eine neue Koppel!, aber nach wenigen Minuten hatte er sich beruhigt und fing an an dem herrlichen Gras zu knabbern. Wir haben schon einen herrlichen braunen Hengst von Manuel Garrido und ich hoffe, dass Doelo auch wieder ein Glücksgriff ist!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Bilder des Grauens im Gestüt El Potril/ Colmenar


Bilder des Grauens! Im Oktober wurde ein Skandal entdeckt: so sehen die edlen Andaulsier in der Yeguada El Potril in Colmenar aus! Der Züchter José-Maria Camacho, gelistet in der Züchter-Liste der ANCCE (Asociación Nacional de Criadores de Pura Raza Española), hat viele seiner Pferde, wahrscheinlich aus finanzieller Not lieber verhungern lassen, anstatt sie "unter Preis" abzugeben. Antonio Moreno, Präsident der CACMA, hat sich, nachdem er von diesem Skandal erfahren hat, sofort auf den Weg gemacht und mit Hilfe von Beatrice Ferrer-Salat, eine behördliche Bearbeitung dieser Tierquälerei in Gang gebracht. Es ist in der heutigen Zeit unvorstellbar, dass überhaupt noch so etwas passieren kann. Wie kann man vor lauter Stolz seine Tiere verhungern lassen?! Ebenso fragt man sich wieso verschliessen die Nachbarn die Augen?, wieso meldet niemand solche Vergehen? - tja, es ist wohl wie immer: bloß sich raushalten, nur nicht mit unangenehmen Dingen sich belasten - was geht es mich an?! Und was kann man daraus lernen: mit noch offeneren Augen durchs Leben gehen, sich auch mal trauen etwas zu unternehmen und ein wenig mehr teilhaben an den Geschehnissen um einen herum! Also, wenn Sie irgendwo "Schlimmes" sehen, dann reagieren Sie auch! - vielleicht können wir doch hier und da etwas ändern und die Welt für Tiere lebenswerter machen! Eines können wir auf jeden Fall - Menschen wie Herrn Camacho meiden!!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Praktikantinnen - Pro & Contra

Wer kennt sie nicht, pferdebegeisterte Mädchen, die einige Zeit in Spanien verbringen möchten. Wir erhalten fast täglich e-mails in denen wir nach einem Praktikumplatz gefragt werden und bis jetzt, waren auch immer 2-4 Mädchen auf unserer Hacienda. Doch was sind unsere Erfahrungen?: nun, wie immer gibt es nicht nur scharz + weiss, aber bei der Mehrzahl der Mädchen vermissten wir Arbeitseinsatz und, was fast noch schlimmer ist, Kenntnisse im Umgang mit Pferden. ALLE Mädchen hatten Reitkenntnisse angegeben, aber wie kann es dann sein, dass manche bei uns das erste Mal die Hufe auskratzten? Dass Hengste wild mit den Armen fuchtelnd dazu bewegt werden sollen vom Paddock in die Box zu gehen, oder aber dass einfach Boxentüren vergessen werden zu schließen? Es ist zeilweise erschreckend mit welcher Unüberlegtheit an die doch immerhin ca. 500 kg schweren Tiere herangegangen wird. Nicht nur, dass sich die Mädchen selbst in Gefahr bringen, nein, nur wer schon einmal zwei Hengste zusammen kämpfen sah, weiss wie gefährlich solche Situationen werden können.

Reitkenntnisse: alle Mädchen gaben an mindestens Freizeitniveau zu reiten, aber wie kann es dann sein, dass selbst beim satteln Fehler auftauchen, dass sie nicht wissen wie ein Pferd zu führen ist, geschweige denn dass die wenigsten sich durchsetzen konnten?

Erziehung und gutes Benehmen: leider hatten wir die letzte Zeit nur schlechte Erfahrungen gemacht - auf gutes Benehmen wird wohl nicht mehr so viel Wert gelegt? Wie sonst kann es sein, dass Mädchen ihren Freund anreisen lassen und es noch nicht einmal für nötig halten, diesen, wenn er schon auf unserem Hof wohnen darf, uns vorzustellen? Und wie kann es angehen, dass Mädchen, die immerhin Monate mit uns leben, am Tag der Abreise sich "davonmachen" ohne sich zu verabschieden? Dies lässt mich überlegen, ob Praktikantinnen wirklich sinnvoll sind.

Und dennoch möchte ich nicht all die unerwähnt lassen, die mit Arbeitseinsatz, Freundlichkeit und Schnelligkeit selbst uns noch verblüffen konnten. Die sich wirklich mit unserer Hacienda verbunden fühlten und mit denen es eine Freude war zu arbeiten.

Wollen wir mal hoffen, dass wir 2009 wieder gute Erfahrungen machen werden!



Abnehmen mit Metabolic Balance


1 Monat Metabolic Balance, 5,6 kg abgenommen und eine Hosengrösse kleiner - na, ich denke das kann sich sehen lassen. Ich denke so wie mir geht es vielen anderen: die Kg´s wollten nach der Geburt meiner Tochter einfach nicht mehr weichen - 15 kg zuviel - das ist eine Menge Gewicht, und gerade wenn man Sport betreibt merkt man doch genau wo zuviel diese Pfunde sind. Man wird träger, und, ich denke ein wichtiger Aspekt, man fühlt sich auch optisch nicht wohl. Also mir kann keiner sagen, dass eine enge, spannende Hose zum Wohlfühlen beiträgt oder, wie es bei mir war, ein "Schwimmreif" um die Taille einfach nicht mehr wegzumogeln ist. Wie viele Diät-Ansätze habe ich hinter mir? - ich weiss es nicht mehr. Als ich dann aber diesen tollen Erfolg von Andrea sah, wusste ich, jetzt will ich auch abnehmen! Die ersten 3-4 Tage waren schon hart, aber dann gewöhnt man sich tatsächlich daran - selbst ein kleines schokoladeknabberndes Mädchen führt einen nicht mehr in Versuchung. Also, wenn Sie auch Lust auf ein bisserl schlanker haben - Ende Februar machen wir ein Metabolic Seminar - ran an die Pfunde! Und am 8.1. gibt es das nächste Bild - ich bin selbst gespannt ob und welchen Unterschied man sieht!

Montag, 8. Dezember 2008

Und es geht doch! Hengste auf Paddocks


Vor einigen Tagen sind drei Hengste eines Züchters aus Barcelona angekommen. Sie werden einige Monate bei uns eingestellt und täglich von ihrem "Privat-Bereiter" trainiert. Als ich dem Züchter erklärte, dass bei uns die Pferde nach Lust und Laune zwischen Box und Paddock wechseln können, war er entsetzt! Nein, dies ginge mit seinen Hengsten nicht - sie wären zu wild und würden diese Art der Pferdehaltung nicht kennen. Einige Tage später durften die Pferde, dank des netten Bereiters, doch das erste Mal auf die Paddocks. Nein, was haben die sich gefreut: aufmerksam beobachten sie seitdem das Geschehen auf dem Reitplatz, stehen entspannt und geniessen die Sonne oder "unterhalten" sich friedlich. Also - geht doch!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Den Nikolaus gibt es doch!

Diese Geschichte muss ich Ihnen erzählen:
Also, ich wurde von Beatrice Hohler vom Residenten-Kurier zum Weihnachtsessen des "Residenten-Clubs" eingeladen. Au weia - eine Ansammlung von Deutschen - das kann ja nur schrecklich werden - Deutsche im Ausland - oh jeh!
Mit sehr gemischten Gefühlen ging ich zu dem Treffen das in einem hübschen Restaurant in Medina Sidonia stattfinden sollte - und siehe da, schon beim Hallosagen war ich total baff: alle waren so freundlich, so nett, und gleich war ich in ein lustiges Gespräch mit meinem Sitznachbarn vertieft - klar: Pferdefreunde unter sich - da gibt es immer Gesprächsstoff.
Nun, also Wolfgang und seine Partnerin Reni kamen vor ca. 4 Jahren nach Conil. Wolfgang hatte sein spanisches Pferd mitgebracht, Reni den Traum Ihre Schulfreundin Else nach mehr als 40 Jahren in Spanien zu finden. Aber leider war es ihr in all der Zeit nicht gelungen die Spur von Else aufzunehmen - keiner kannte sie, niemand hatte den Namen gehört. Schade, oder?

Beim Rauch-Pauserl fragte mit Reni: "sag mal, wahrscheinlich ist die Frage vergebens, aber: kennst Du eine Else die vor ca. 30 Jahren nach Andalusien kam und auch reitet?". Nein, also mit dem Namen Else konnte ich nun beim besten Willen nichts anfangen, ich kenne nur eine Dame die schon viele Jahre hier lebt: Ellen Loggen, die "Urmutter" der andalusischen Pferde in Deutschland.

Aber die könnte ich doch mal anrufen - vielleicht kennt sie Else? Also, Handy raus und Ellen gefragt: "sag mal Ellen, kennst Du eine Else die vor vielen Jahren nach Andalusien ging?" - und was soll ich sagen? stellen Sie sich vor was Ellen sagt? "Else? - aber das bin doch ich!"

Sofort reichte ich das Telefon an Reni weiter: " Reni, hier, Telefon für Dich! Es ist Deine Freundin Else!" Reni konnte es nicht glauben, nahm sprachlos das Telefon und wirklich: es war ihre Else!
Ihre Else die sie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr gesehen hatte, nach der sie seit Jahren suchte!! Es war so schön anzusehen wie die beiden telefonierten und ich bin sicher sie werden sich bald treffen - zu erzählen gibt es sicher genug!!

Ende der Geschichte? NEIN - denkste!
Im weiteren Verlauf des Essen fragt mich Wolfgang: "sag mal, kennst Du vielleicht Elena aus Antequera, mit der bin ich oft geritten?" - "nein", sage ich, "Elena kenne ich nicht, aber Ellen wohnt doch auch dort in der Nähe - sag nur, wir meinen doch nicht etwa die Gleiche?, die Else nach der Deine Frau jahrelang gesucht hat?!"

Und tatsächlich: so war es: Reni hatte ihrem Mann immer wieder von der Suche nach ihrer Freundin erzählt, aber dieser hatte einfach keinen Zusammengang zwischen Else und Elena hergestellt!

Mich hat diese Geschichte so beeindruckt, dass ich mir dachte: warum soll ich das nicht auch anderen Leuten erzählen - das ist doch eine wunderschöne Nikolaus-Geschichte!